Etappe 6 Donau Radweg von Krems nach Tulln 44 km der Donau entlang durchs Tullner Becken bis Tulln, einer der ältesten Städte Österreichs

Von Mautern aus fahren wir bis zur Fladnitz und dann geht es neben diesem Fluss stromabwärts an die Donau.  Auf einer Anhöhe sehen wir die Anlage von Benediktiner Stift Göttweig. Wer mit einem E-Bike unterwegs ist könnte den Umweg bergauf nehmen um diesen Weitblick zu geniessen.

Am Donauradweg in der schönen Donau Baden

An schönen Badestränden und Wäldern vorbei folgen wir dem Radweg bis an die Traisen. Wir überqueren sie und fahren ans Donau Ufer zurück.

 

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Sehenswerte Altstädte von Krems Und Stein

Sie können diese 6. Etappe auch von Krems/Stein aus starten. Bis nach Tulln ist es eine gemütliche Tagestour durch Aulandschaften im Tullner Becken.
Krems und Stein an der Donau sind Teil des Weltkulturerbes Wachau. Hier endet die Wachau. Es sind zwei sehenswerte Stadtteile deren Altstädte baulich fast lückenlos, in Stein auch unverändert, erhalten sind. Das 15./16. Jahrhundert war die Zeit des wirtschaftlichen Höhepunkts der ehemaligen Donau Handelsstadt. Der Donau Handel prägte Stein über Jahrhunderte als Handelszentrum. Stein hatte unter anderem ein Monopol als Salzniederlage. 1401/02 wurde über Stein an der Donau ein Viertel des Gesamtexportes an Wein verladen.
1614 gründeten Kapuziner Mönche zwischen Stein und Krems das Kloster „Und“.
Die Gozzoburg im ältesten Teil der Stadt Krems, zählt zu den bedeutendsten frühgotischen Profanbauten Österreichs. Stadtrichter Gozzo, ein reicher und angesehener Kremser Bürger, kaufte um 1250 das Gebäude. Große Umbauarbeiten ermöglichten die Nutzung der Gozzoburg für Gerichtsverhandlungen, Ratssitzungen und offizielle Anlässe im Obergeschoss im Wappensaal mit einer Holzbalkendecke aus 1254.
Sehenswert sind ebenso Kunstausstellungen in der Kunsthalle Krems, der ehemaligen Minoritenkirche in Stein und auch das Karikaturmuseum könnte sie interessieren.

Zu den Römern nach Traismauer radeln

Traismauer liegt zwar nicht direkt am Donau Radweg, aber ein kleiner Abstecher von 3km, in die geschichtsträchtige Römer- und Nibelungenstadt lohnt sich. Von Römischer Besiedlung zeugen im Stadtzentrum das Römertor, der Hungerturm (mit Stadtmuseum) und das ehemalige Römerkastell. Im Schloß ist ein Museum für Frühgeschichte eingerichtet und Ausgrabungen sind in der Unterkirche unter der Stadtpfarrkirche zu sehen.

Wir radeln wieder an der Donau weiter bis kurz vor dem Kraftwerk Altenwörth. Beim Donau Kraftweg treffen wir auf Radler welche am nördlichen Ufer unterwegs waren und hier ans südliche Flussufer wechseln. Beim Kraftwerk Einfahrtstor fahren wir rechts und überqueren die Traisen. Danach geht es zurück an die Donau und auf den Damm bis dieser endet.

Atomkraft aus Zwentendorf

Auf einer Furt überqueren wir ein Gewässer (bei Hochwasser fahren wir auf der Landstraße) und bald danach geht es vorbei an Zwentendorf an der Donau. Durch eine Volksabstimmung 1978 wurde ein Verbot der Inbetriebnahme des fertig gestellten Atomkraftwerks Zwentendorf, erreicht. Über den Hauptplatz führt der Weg weiter bis Tulln, wo wir nah dem Donau Radweg das Hundertwasserschiff »Regentag« sehen.

Das römische Tulln am Donauradweg

Tulln als eine der ältesten Städte Österreichs war bereits in vorrömischer Zeit besiedelt.
Umfangreiche Ausgrabungen fanden im Umkreis des aufgelassenen Dominikanerinnenklosters statt. Die westliche Toranlage des Reiterkastells Comangenis kann man an der Rückseite des Gebäudes besichtigen. Das Reiterkastell war auch Stützpunkt der römischen Donau Flottille.
In der Zeit der Babenberger war Tulln als Donauhandelsplatz sehr bedeutend sodass es als Hauptstadt des Landes bezeichnet wurde.
Für Kunstinteressierte noch eine Empfehlung: besuchen sie das Schiele Museum im ehemaligen Gefängnisgebäude des Bezirksgerichts Tulln.